.
.
Arnold Vogt
Bücher..Aufsätze
Lebenslauf..Bilder
Impressum
.
 
 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2016 Antje Bredemann
Museumspädagogik im Spiegel von Stellenanzeigen
.
Den Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik 2016 der HTWK Leipzig erhielt am 28. November Antje Bredemann aus den Händen von Prof. Dr.-Ing. Uwe Kulisch, Dekan der Fakultät Medien. Nach der elften Auslobung dieses Preises seit 2006 war Frau Bredemann bei der neunten Preisverleihung die zehnte Preisträgerin – und zugleich die erste Studierende der HTWK Leipzig, die so ausgezeichnet wurde. 


 von links: Dekan Prof. Dr.-Ing. Uwe Kulisch, Preisträgerin Antje Bredemann und die
Jury: Alois Verheyen (Stiftung_A), Prof. Dr. Dr. Markus Walz, Prof. Dr. Gisela Weiß

In ihrer Bachelorarbeit „Das Tätigkeitsfeld der Museumspädagogik im Spiegel von Stellenanzeigen. Anforderungen und Anerkennung“ untersucht sie die Darstellung und Veränderung der beruflichen Anforderungen. Sie fragt einerseits, ob der Wandel der Arbeitswelt zu Flexibilisierung von Arbeitsformen bei gleichzeitigem Anstieg der Anforderungen auch im Museumsbereich zu erkennen ist. Andererseits leistet sie damit einen Beitrag zur Erkundung des Arbeitsfeldes Museum. Es werden mehr als 250 Stellenanzeigen aus den Jahren 2005 bis 2014 ausgewertet, Häufigkeitsverteilungen ermittelt und im Zeitverlauf dargestellt. Dabei ergeben sich Ähnlichkeiten zu allgemeinen Arbeitsmarktentwicklungen.

Anlässlich der öffentlichen Verleihung des Arnold-Vogt-Preises 2016 in der HTWK Leipzig, an der zahlreiche Studierende, Dozenten und Museumsfachleute teilnahmen, stellte Frau Bredemann einige Ergebnisse ihrer Untersuchung vor: Es dominieren vor allem im mittleren Einkommensbereich atypische Beschäftigungsangebote (befristet, Teilzeit), zugleich werden hohe Anforderungen hinsichtlich fachlicher und überfachlicher Qualifikation gestellt. Dabei erscheint die Forderung nach Fachkompetenz über den Zeitverlauf konstant, hinsichtlich pädagogischer Kompetenz ist ein starker Anstieg der Nennungen zu beobachten.

Die dreiköpfige Jury lobte in ihrem einstimmigen Votum den unkonventionellen Untersuchungsansatz. Darin wird einmal mehr auch die anspruchsvolle Vielseitigkeit der Museumspädagogik deutlich, die für Arnold Vogt ein besonderer Schwerpunkt seines Forschens und Lehrens war. Außerdem überzeugten Frau Bredemanns sehr konkreten Ergebnisse und deren klare und anschauliche Darstellungen.
Eine Überarbeitung erschien 2018 in der Reihe Vogtensien - Impulse für die Museumspädagogik, kostenlos erhältlich bei der Stiftung_A.

Diese Jury-Entscheidung belegt auch wieder, dass der Arnold-Vogt-Preis nicht nur für Doktorarbeiten vergeben wird, sondern  alle Abschlussarbeiten gleiche Chancen haben. "Auf den Inhalt kommt es an", betont der Juryvorsitzende Prof. Dr. Dr. Walz.
 

Seitenanfang
2016
Liste aller PreisträgerInnen
,



 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2014 Fabian Hofmann
Kunst-Pädagogik, Kunst-Aneignung, Kunstvermittlung
.
Im Namen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig überreichte der Dekan der Fakultät Medien, Prof. Dr.-Ing. Uwe Kulisch, am 1. Dezember den Arnold-Vogt-Preis 2014 an Fabian Hofmann.

Hofmann hatte sich mit seiner Studie "Kunst-Pädagogik, Kunst-Aneignung, Kunst-Vermittlung. Fallspezifische empirische Untersuchungen zu zwei Schulklassen und einer Kita-Gruppe in Kunstausstellungen" (1) um den Preis beworben. 
Darin arbeitet er den Forschungsstand zur angeleiteten Kunstrezeption von Gruppen umfassend und kritisch auf, bevor er ihn mit videographierter und teilnehmender Beobachtung in drei ausgewählten kunstvermittelnden Situationen (Kita, 6. Schulklasse, 12. Schulklasse) verknüpft. 
Aus beiden Untersuchungsschritten wird abschließend ein deskriptives Modell der „pädagogischen Kunstkommunikation“ als museumspädagogische Perspektive filtriert. 

Die Entscheidung der dreiköpfigen Jury  -  im Bild Prof. Dr. Gisela Weiß (links) und Prof. Dr. Dr. Markus Walz (rechts) vom Studiengang Museologie der HTWK Leipzig mit dem Preisträger (Mitte)  -  fiel einstimmig auf Fabian Hofmanns Arbeit. 
Die Zahl der Bewerbungen war, wie in den Vorjahren, überschaubar. Dennoch fiel die Entscheidung nicht leicht, denn die Einreichungen behandelten sehr unterschiedliche Aspekte personaler Vermittlung. Darüber hinaus müssen stets Arbeiten mit verschiedenem zeitlichem Aufwand (vom Bachelor bis zur Dissertation) verglichen und adäquat bewertet werden.

Die öffentliche Verleihung des Arnold-Vogt-Preises für Museumspädagogik in der HTWK Leipzig besuchten zahlreiche Studierende der Museologie, Dozenten der Hochschule und Fachleute aus Leipziger Museen. 
Diesem fachkundigen Publikum präsentierte Fabian Hofmann eine prägnante, anschauliche Zusammenfassung seiner Forschungen. 
Die anschließenden Fragen und zahlreiche engagierte Diskussionsbeiträge zeigten deutlich, auf welch großes Interesse er damit gestoßen war.

Fabian Hofmann wurde 1978 in Bayreuth geboren. Nach bzw. neben Berufsausbildung und Studium arbeitete er u. a. als Kunstpädagoge, Reiseleiter und Museumsführer in Frankfurt und Gießen. Mehr über ihn findet sich auf seiner Internetseite www.fabian-hofmann.de.

(1) für Museen, Bibliotheken etc., Lehrende u. Studierende der Museologie kostenlos erhältlich bei der Stiftung_A
 

Seitenanfang
2014
Liste aller PreisträgerInnen
,



 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2013 Claudia Rütsche
Den Museumsbesuch als persönliche Begegnung gestalten
.
Vor zahlreiche Gästen verlieh der Dekan der Fakultät Medien der HTWK Leipzig am 18. November den mit 1.000 Euro dotierten Arnold-Vogt-Preises 2013 an Dr. Claudia Rütsche aus Zürich. 
.
In einem praxisnahen und anschaulichen Vortrag stellte sie die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Zahlreiche Beispiele aus dem Umgang zwischen MuseumsführerInnen und BesucherInnen fanden großes Interesse im Publikum, das Fragen stellte und engagiert diskutierte. Insbesondere Studierende des Studiengangs Museologie der HTWK Leipzig konnten offenbar deutliche Bezüge zum Studium und ihren jeweiligen Praktikumserfahrungen herstellen und von den Kenntnissen und Erfahrungen der Preisträgerin profitieren.
.
Prof. Dr. Dr. Markus Walz, 
Vorsitzender der Jury, 
bei der Laudatio
Dekan Prof. Dr.-Ing. Uwe Kulisch 
überreicht den Arnold-Vogt-Preis 2013 an 
die Preisträgerin Dr. Claudia Rütsche
Alois Verheyen, 
Vorsitzender der Stiftung_A,
erinnert an Arnold Vogt
.
Frau Dr. Rütsche hat Geschichte, Paläontologie sowie Ur- und Frühgeschichte an der Universität Zürich studiert und mit Lizenziat und Promotion abgeschlossen. Sie ist Direktorin im KULTURAMA Museum des Menschen, Zürich. Anlass des Arnold-Vogt-Preises ist ihre Arbeit im  Nachdiplomstudiengang „Psychologische Gesprächsführung und Beratung“, eingereicht 2012 an der Universität Zürich. 
.
Ihnen gefällt der Vortrag: Preisträgerinnen der Vorjahre und Arnold Vogts "guter Geist". Das Publikum diskutiert intensiv und ausdauernd mit der Preisträgern.
.
Personale Vermittlungsarbeit im Museum basiert auf der Kommunikation zwischen Museumspädagogen und Besuchern. Sie dient der zielgruppenspezifischen Vermittlung von Wissen und ermöglicht Besuchern individuelle kognitive und sinnliche Erfahrungen. Die prämierte Diplomarbeit „Den Museumsbesuch als persönliche Begegnung gestalten - Psychologische Gesprächssituationen in der Museumspädagogik und die Bedeutung von Empathie und Beziehung" betritt Neuland, indem sie die Basis personaler Vermittlung im Museum aus einer psychologischen Perspektive betrachtet. 
Publiziert 2018 in der Reihe Vogtensien - Impulse für die Museumspädagogik und  kostenlos erhältlich bei der Stiftung_A.

Frau Dr. Rütsche zeigt mit ihrer Arbeit, dass Kenntnisse und Fertigkeiten aus der Psychologie, vor allem der psychologischen Beratung, für die personale Vermittlungsarbeit von grossem Nutzen sind. Auf der einen Seite werden kommunikative Techniken und Kommunikationsmodelle auf ihre Relevanz für die Museumspädagogik hin untersucht. Auf der anderen Seite wird die Haltung des Museumspädagogen vor dem Hintergrund psychologischer Variablen wie Echtheit, Wertschätzung und Empathie betrachtet. Im besten Fall kann damit aus einer durchschnittlichen Führung ein auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtetes Bildungsangebot werden. So wird Vermittlungsarbeit im Museum erkennbar als multidimensionale Beziehungsarbeit. 
 

Seitenanfang
2013
Liste aller PreisträgerInnen
,



 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2012  Laura Hilti: Das Museum als sozialer Raum
2012  Pia Luisa Schoof: Kunstvermittlung und Museumspädagogik
.
Die einstimmige Entscheidung der dreiköpfigen Jury führte 2012 erstmals zu einer hälftigen Vergabe des mit 1.000 Euro dotierten Arnold-Vogt-Preises, da zwei der eingereichten Abschlussarbeiten mit einem bemerkenswerten Zutritt zum Themenfeld dem Anliegen des Preises besonders nahe kommen, beide aber die in ihren Ergebnissen aufgeworfenen Probleme teils auch offen lassen.
.
 Pia Luisa Schoof
bei der Diskussion
Pia Luisa Schoof und Laura Hilti
Dekan Prof. Dr.-Ing. Uwe Kulisch
(c) Fotos: HTWK Leipzig, Stiftung_A
Publikum beim
Vortrag von Laura Hilti
.
Laura Hilti hat an der Zürcher Hochschule der Künste den Masterstudiengang „Art Education“ absolviert. In ihrer Master-Thesis „Das Museum als sozialer Raum. Eine Untersuchung zu Repräsentation und Partizipation von Besucher/innen in Schweizer Kunstmuseen“ geht sie von der Grundfrage aus, welche Teilnahmemöglichkeiten Kunstmuseen für Personen anbieten, die nicht im Umfeld von Kunstbetrieb und Museumswesen stehen, und stellt die Frage, welche Ausschlussmechanismen – möglicherweise unbeabsichtigt – wirken. 
.
Pia Luisa Schoof studierte an der Universität Hamburg Deutsch und Technik für das Lehramt an der Grund- und Mittelstufe. Ihre Staatsexamensarbeit „Kunstvermittlung und Museumspädagogik“ geht von der Überlegung aus, dass Museumspädagogik in einem Kunstmuseum nicht von der Kunstdidaktik abgelöst werden kann. Somit lassen sich die theoretischen Zielsetzungen der Kunstdidaktik nahtlos übertragen auf Museumspädagogik in Kunstmuseen. Anhand zweier Fallbeispiele wird empirisch überprüft, inwiefern dieser Sachverhalt in der Vermittlungspraxis von Kunstausstellungen gegeben ist. 
 


2012 Laura Hilti: Das Museum als sozialer Raum

Die Liechtensteinerin Laura Hilti hat nach einem künstlerischen Diplomstudiengang in Basel den Weiterbildungsstudiengang „Educating, Curating, Managing“ in Wien und den Masterstudiengang „Art Education“ in Zürich absolviert. In Zürich schloss sie erfolgreich mit ihrer Master-Thesis „Das Museum als sozialer Raum. Eine Untersuchung zu Repräsentation und Partizipation von Besucher/innen in Schweizer Kunstmuseen“ ab.
.
Der Ansatzpunkt dieser Studie ist aktuell und innovativ zugleich: Partizipation ist gewiss eines der Schlüsselwörter der gegenwärtigen museologischen Diskussion. Der Begriff schließt an gleich ausgerichtete politische Diskurse wie auch an Entwicklungslinien der Gegenwartskunst an, zugleich polarisiert er museologische Grundhaltungen. 
.
Neu und analytisch anregend ist der von Laura Hilti beschrittene Weg, von Repräsentationen auf Partizipation zu blicken. Die – offensichtlich von der Kunstwissenschaft inspirierte – Grundthese lautet: Jede Repräsentation gibt nicht nur das Repräsentierte wieder, sondern lässt auch Rückschlüsse zu auf die Absichten des Repräsentierenden und des Repräsentierten. 
.
Angewendet auf die Internetpräsenz (die zur Untersuchung ausgewählte Repräsentationsform) von Kunstmuseen heißt das, in Bild- und Textaussagen dieses PR-Mediums nachzuforschen, ob und in welchem Maß die betreffenden Museen wünschen, dass ihr Publikum an Vermittlungsleistungen des Museums mitwirkt. Das Ergebnis zu den Webseiten einer Handvoll Kunstmuseen mag spekulativ erscheinen, gleichwohl bietet es Handlungsimpulse für jede museumspädagogische Fachkraft, den hauseigenen Internetauftritt kritisch zu prüfen und insbesondere auf möglicherweise unbeabsichtigte visuelle Signale zu achten – Fotos sind nicht nur auflockernde Illustrationen einer Textseite, sondern komplexe Informationen.
 


2012 Pia Luisa Schoof: Kunstvermittlung und Museumspädagogik

Pia Luisa Schoof hat an der Universität Hamburg das Lehramtsstudium für die Grund- und Mittelstufe mit den Fächern Deutsch, Technik (Textil und Bekleidung) und den Lernbereich Kunst absolviert. Ihre Bewerbung um den Arnold-Vogt-Preis bezieht sich auf ihre Hausarbeit zum Ersten Staatsexamen „Kunstvermittlung und Museumspädagogik“.

Dieser bündige Titel benennt eines der typischen Felder fachlicher Überschneidungen in der Museumspädagogik: Stets geht es um Bildungsarbeit im Museum und zugleich um Vermittlung eines Gegenstandsbereichs im materialen und im disziplinären Sinn. Das vorliegende Thema wird zusätzlich belastet durch divergierende Verständnisse von Kunst und damit auch vom diesbezüglichen Vermittlungsziel. 

Im Grunde geht es darum, das Verhältnis der Kunstvermittlung in Kunstausstellungen zu aktuellen Diskursen der Kunstdidaktik zu prüfen. Hierzu bietet Frau Schoof einen methodischen Klassiker an: Sie reduziert das Feld der Kunstdidaktik auf – die aktuellen Vorstellungen gewiss prägende – Haltungen zweier Autorinnen (Carmen Mörsch, Eva Sturm) und prüft anhand von Fallbeispielen nach, in welchem Maß gegenwärtige, an ein breites Publikum gerichtete Angebote der Kunstvermittlung diese Auffassungen, wie eine angemessene Annäherung an Kunst auszugestalten sei, berücksichtigt. 

Das Ergebnis – eine auffällige, große Distanz zwischen Theorie und Praxis – mag anhand gesuchter weiterer Fallbeispiele kontrovers diskutiert werden, es bestätigt aber auch diverse Eindrücke von Theorie-Praxis-Kontrasten in verschiedenen Feldern der Museumsarbeit.

Die Prämierung dieser Staatsexamensarbeit belegt einmal mehr, dass der Fokus des Arnold-Vogt-Preises nicht unbedingt das Niveau von Dissertationen und Habilitationsschriften verlangt und dass bemerkenswerte Denkanstöße auch in den Abschlussarbeiten der ersten Hochschulgrade liegen. Aus der mehrjährigen vergleichenden Perspektive der Juryarbeit lässt sich festhalten, dass die Hausarbeit von Frau Schoof hinsichtlich prägnanter Sprache, zielführender Darstellung und grammatischer Präzision viele ranghöhere Graduierungsarbeiten übertrifft. 
 

Seitenanfang
2012
Liste aller PreisträgerInnen
,



 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2011 Esther Gajek
Seniorenprogramme an Museen: eine ethnographische Annäherung
.
Im November 2011 hat die Fakultät Medien der HTWK Leipzig den 5. Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik verliehen. Dieser Förderpreis ist mit 1.000 € dotiert und zeichnet Hochschulschriften aus, die praxisrelevante, innovative Ergebnisse auf dem Gebiet der Bildungsarbeit in Museen oder Gedenkstätten erbracht haben..
 Der Preis erinnert an
Arnold Vogt (1952-2004)
Preisträgerin
Dr. Esther Gajek
(c) Fotos: Stiftung_A
Grundlage für
einen facettenreichen Vortrag
.
Einstimmig entschied die Jury, den Arnold-Vogt-Preis 2011 der Dissertation von Esther Gajek zuzusprechen. Die Regensburger Kulturwissenschaftlerin erhält den Preis für Ihre Dissertation „Seniorenprogramme an Museen: eine ethnographische Annäherung“ (1), die von Prof. Dr. Daniel Drascek betreut wurde. 
.
Mit der Diskussion um den wachsenden Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft und die zunehmende Lebenserwartung sind Seniorinnen und Senioren auch in den Blickpunkt der Kulturvermittlung geraten. Das Fachgebiet der Vergleichenden Kulturwissenschaft legt nahe, die Sichtweise der Zielgruppe selbst ins Zentrum zu heben und nicht diejenige der Kulturvermittelnden, der Museumsfachleute oder der Kulturpolitik. 
.
Ganz im Sinn der „Erfahrungswissenschaft“ bringt die preisgekrönte Untersuchung endlich die Perspektive der „Betroffenen“ von Seniorenangeboten in die Fachdiskussion ein. Statt Sekundäranalysen von politischen Leitlinien, didaktischen Konzepten, Veranstaltungsprogrammen und Selbstdarstellungen nimmt sie die Perspektive der älteren Menschen auf durch teilnehmende Beobachtungen. Damit erschließt sie erstmals unvermittelt die Erwartungshaltungen und Mitwirkungsbereitschaft älterer Menschen gegenüber Museen und deren Angeboten. Sie proklamiert einen Paradigmenwechsel, weg vom „Betreuungsobjekt“, hin zu älteren Menschen, die sich aktiv einbringen möchten, eigene Erfahrungen sammeln wollen und in der Teilnahme an Veranstaltungen zunächst die Abwechslung und den sozialen Kontakt sehen und nicht die Abnahme konfektionierter Leistungen.

(1) war bis 2018 für Museen, Bibliotheken, Lehrende u. Studierende kostenlos erhältlich bei der Stiftung_A
.

Seitenanfang
2011
Liste aller PreisträgerInnen
,



 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2009 Mila Wenk: Kinder im Museum - 
Möglichkeiten und Grenzen der frühkindlichen Bildung
.
Am 26. November 2009 hat die Fakultät Medien der HTWK Leipzig zum vierten Mal den Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik verliehen. Dieser Förderpreis ist mit 1.000 € dotiert und zeichnet Hochschulschriften aus, die praxisrelevante, innovative Ergebnisse auf dem Gebiet der Bildungsarbeit in Museen oder Gedenkstätten erbracht haben.
.
Prof. Dr. Dr. Markus Walz
bei der Laudatio
Preisträgerin
Mila Wenk
Mila Wenk
bei der Präsentation
.(c) Fotos: HTWK Leipzig
Dekan Prof.Dr.-Ing.U.Kulisch (2.v.l.), M.Wenk,
Jury: Prof.Walz, Prof.G.Weiß, A.Verheyen (v.l.)

Die Jury hat einstimmig entschieden, den Arnold-Vogt-Preis 2009 der Diplomarbeit von Mila Wenk zuzusprechen. Vordergründig stellt diese Arbeit ein museumspädagogisches Projekt vor: ein Angebot des Schwedenspeicher-Museums in Stade (Niedersachsen), das im Frühjahr 2008 Kindergartengruppen die archäologische Sonderausstellung „Schätze im Schlick“ nahe bringen sollte. 

Frau Wenk hat es verstanden, diese Praxisaufgabe mit aktuellem Grundlagenwissen theoretisch zu untersetzen, konsequent zu entwickeln und die Durchführung einer Evaluation zu unterziehen. Einen eigenständigen Beitrag leistet diese Arbeit mit dem neuartigen Ansatz, in der Nachbereitung des Museumsbesuchs entstandene Kinderzeichnungen – mit aller gebotenen Vorsicht – qualitativ und quantitativ auszuwerten.

So gelangt diese erziehungswissenschaftliche Diplomarbeit aus der Leuphana Universität Lüneburg zu neuen Einsichten über die Eignung historischer Themen für die frühkindliche Bildungsarbeit – ein offensichtliches Desiderat der Museumspädagogik – und rechtfertigt damit die Auszeichnung als eine Hochschulschrift mit praxisrelevanten, innovativen Ergebnissen auf dem Gebiet der Bildungsarbeit in Museen. 
 
 

Leipziger Volkszeitung, 20. Nov. 2009

 
Seitenanfang
2009
Liste aller PreisträgerInnen
,



 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2008 Christian Bies
Das Museum als Lern- und Erfahrungsort
.
Am 24. November 2008 hat die Fakultät Medien der HTWK Leipzig zum dritten Mal den Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik verliehen. Dieser Förderpreis ist mit 1.000 € dotiert und zeichnet Hochschulschriften aus, die praxisrelevante, innovative Ergebnisse auf dem Gebiet der Bildungsarbeit in Museen oder Gedenkstätten erbracht haben.
 
Erinnerung an Arnold Vogt
Alois Verheyen, Stiftung_A
Preisträger
Christian Bies
.(c) Fotos: HTWK Leipzig
C. Bies     A. Verheyen
Prof.Dr.Dr.M.Walz  Dekan Prof.Dr.-Ing.U.Kulisch

Die Jury entschied einstimmig, den Arnold-Vogt-Preis 2008 an Christian Bies M.A. zu vergeben. Er hat Erziehungswissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig studiert und 2006 abgeschlossen mit der Magisterarbeit „Das Museum als Lern- und Erfahrungsort – Explorative Studie zur zielgruppenorientierten pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst“
2012 erschien eine Überarbeitung in der Reihe Vogtensien - Impulse für die Museumspädagogik, die kostenlos erhältlich ist bei der Stiftung_A.

Diese Untersuchung bearbeitet ein in der Kunst- wie der Museumspädagogik gleichermaßen relevantes, noch wenig ausgelotetes Thema: die Perspektive von Schülerinnen und Schülern auf Kunst und auf Kunst vermittelnde Angebote eines Museums, verknüpft mit der Frage, ob Vermittlungsleistungen der Museen die Bereitschaft dieser Zielgruppe steigern, sich mit (Gegenwarts-) Kunst auseinanderzusetzen und weitere Museen zu besuchen. Diese Frage beantwortet Christian Bies verhalten positiv, da die Alltagsrelevanz von Kunst (-Museen) – als Gesprächsstoff unter Freunden und Verwandten, nur sekundär als erneuter Besuchsanlass – steigt. Allerdings bestätigt er bekannte Tendenzen mit neuen Daten: Im Gymnasium sind vorangehende Besuche in Kunstmuseen häufiger als in der Mittelschule, in beiden Schultypen ergeben sich Vorerfahrungen mit Museen am ehesten aus organisierten Besuchen, etwa im Klassenverband, weniger aus persönlichem oder familialem Antrieb. 
.
Zur Bearbeitung setzt diese Magisterarbeit ein interessantes Set empirischer Untersuchungsmethoden ein: schriftliche Befragung von Schulklassen, Leitfadeninterviews mit Kunstvermittlerinnen, eigene Hospitationsprotokolle und die Analyse schriftlicher oder gestalterischer Ergebnisse aus Unterrichtsprojekten im Museum. Hierbei beeindruckt die konsequent jeden Schritt begleitende, ergebnisorientierte Methodenkritik.


Informationen des Sächsischen Museumsbundes 38/2009, Sachsens Museen 2/2009, Dresden 2009, S. 61 - 62:

 
Seitenanfang
2008
Liste aller PreisträgerInnen
,



 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2007 Dagmar Wunderlich
Machen Museen "Lust auf Kultur"?
.
Am 24. Januar 2008 hat die Fakultät Medien der HTWK Leipzig zum zweiten Mal den Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik verliehen. Dieser Förderpreis ist mit 1.000 € dotiert und zeichnet Hochschulschriften aus, die praxisrelevante, innovative Ergebnisse auf dem Gebiet der Bildungsarbeit in Museen oder Gedenkstätten erbracht haben. 
.
Bewerbungen aus verschiedenen Hochschulen lagen vor – von der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bis zur Pädagogischen Akademie Salzburg, von der Fachhochschule Nürnberg bis zur Freien Universität Berlin. Die Jury hat einstimmig entschieden, den Arnold-Vogt-Preis 2007 an Dagmar Wunderlich M.A., Wien, zu vergeben. Frau Wunderlich hat Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik Berlin und der Sorbonne Nouvelle, Paris, studiert, weiterhin Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und dort 2007 abgeschlossen mit der Magisterarbeit „Machen Museen 'Lust auf Kultur'? Kulturelle Bildung für Jugendliche im Museum. Evaluative Beobachtungen zum Realschulprojekt am Deutschen Historischen Museum Berlin“. Veröffentlicht 2013 in der Reihe Vogtensien - Impulse für die Museumspädagogik, kostenlos erhältlich bei der Stiftung_A.


.
Dagmar Wunderlich   (c) Foto HTWK

.
Diese Untersuchung beleuchtet absolut aktuelle museumspädagogische Aufgabenfelder: Wegen des vermehrten ganztägigen Schulbetriebs arbeiten Schulen stärker mit außerschulischen Lernorten zusammen. Bislang waren Grundschulen und die oberen Jahrgänge des Gymnasiums die Hauptklientel – der Blick auf Realschulen war daher überfällig. Zusätzlich bedienen die ausgewählten Fallbeispiele, zwei Wechselausstellungen des Deutschen Historischen Museums, migrationsgeschichtliche Aspekte und damit ein Dauerthema der gegenwärtigen Gesellschaft. 

Besonderes Interesse verdient die empirische Basis der Untersuchung: Die Sicht der Schülerinnen und Schüler und damit der „Betroffenen“ steht im Zentrum. Die für die museumspädagogische Publikumsorientierung typische Perspektive der Zielsetzenden erfährt hier eine Umkehrung im evaluativen Blick auf die Korrespondenz der Vermittlungsziele und -potenziale des Museums mit den Bedarfsmeldungen und Akzeptanzäußerungen der Jugendlichen. So leistet diese Arbeit im besten Sinn angewandte Forschung und zugleich einen Beitrag zur museumspädagogischen Theorie. .
Die Verleihung dieses Förderpreises möchte an Dr. Arnold Vogt (1952–2004) erinnern, der von 1993 bis 2004 Professor für Museumspädagogik an der HTWK Leipzig, außerdem Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises Museumspädagogik Ostdeutschland e.V. war. Die Veranstaltung bot darum den richtigen Rahmen, zusätzlich auf eine museumspädagogische Neuerscheinung aufmerksam zu machen, die der Universitätsverlag Leipzig (http://www.univerlag-leipzig.de) im Frühjahr 2008 fertig stellt: „Wandel der Lernkulturen an Schulen und Museen: Paradigmenwechsel zwischen Schul- und Museumspädagogik“. Die Herausgabe dieser umfangreichen Aufsatzsammlung hatte Prof. Vogt begonnen, Prof. Dr. Dr. Dieter Schulz von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig führte diese Aufgabe zu Ende und stellte das Werk in der Festversammlung vor. 
 

Seitenanfang
2007
Liste aller PreisträgerInnen
,



 
2018....2016....2014....2013....2012....2011....2009....2008....2007....2006........2017, 2015, 2010.kein Preis
.
2006 Carola Marx
Fremdsprachendidaktik und Museumspädagogik
.
Die Fakultät Medien der HTWK Leipzig lobte 2006 erstmalig den mit 1.000 € dotierten Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik aus. Bewerbungen aus ganz Deutschland lagen vor – aus Universitäten von Lüneburg bis München, von Frankfurt am Main bis Dresden. 
.
Die Preisverleihung nahm der Rektor Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, persönlich vor. Sie fand am 16. Oktober 2006 im Gewandhaus zu Leipzig statt, während der Immatrikulationsfeier der HTWK Leipzig. Als Preisträgerin wählte die Jury einstimmig Carola Marx M.A. aus. Die gebürtige Dresdnerin hat in Paris, Berlin und Worcester (Massachusetts) Germanistik und Romanistik studiert und mit dem Magister Artium abgeschlossen. 
.
a........
.Rektor Prof. Dr.-Ing. H. Milke gratuliert der Preisträgerin Carola Marx         (c) Fotos: HTWK Leipzig
.
Anlass für die Bewerbung um den Arnold-Vogt-Preis war ihre an der Freien Universität Berlin eingereichte Dissertation „Fremdsprachendidaktik und Museumspädagogik: Empirische Untersuchungen am Beispiel von Kunstmuseen“.(1) Bemerkenswert ist, dass Frau Marx hierzu auf mehrjährige Berufserfahrungen beim Museumspädagogischen Dienst Berlin zurückgreifen konnte. 
.
Diese Doktorarbeit liefert zur Diskussion um Museen als Bildungsinstitutionen eine interessante Horizonterweiterung, da Museumspädagogik überwiegend die Ausstellungsinhalte der betreffenden Museen vermittelt, während Sprachlehrinstitute nun Museen als Orte entdecken und so ein neues museumspädagogisches Arbeitsfeld eröffnen. Empirische Untersuchungen bei Kursen zu Deutsch als Fremdsprache loten die Lernerfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus und filtern daraus grundlegende Erkenntnisse, wie Museen für die Fremdsprachenvermittlung erfolgreich genutzt werden können. 

(1) war bis 2014 für Museen, Bibliotheken, Lehrende u. Studierende kostenlos erhältlich bei der Stiftung_A

 

Seitenanfang
2006
Liste aller PreisträgerInnen
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.