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Stand: Januar 2014




























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2x.Münster Gegenreform Wohlfahrtspf.
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Reiseziel 100 J. Noack Museologie
Richtersche Begegnung Karikaturen
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Hans Galen im Auftrag der Stadt Münster (Hg.)
Karikaturen von Rudolf Schöpper. Stadtmuseum Münster 7.Dez.1990 - 21.Apr.1991
Bildauswahl und Texte: Dr. Arnold Vogt. 
Kataloggestaltung: Hans Galen, Dr. Arnold Vogt.  Ausstellung Roger Zerbe.
Münster 1990, 180 Seiten, ISBN 3-402-065719-0
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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

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Einführung 7
Katalog
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Die Verwandlung des Raben 
Die Zeitungskarikatur - Künstlerische Verwandtschaft 
Bundesregierung: Ära Adenauer und Erhard 
Bundesregierung: Große Koalition und 1. Kabinett Brandt 
Bundesregierung: 2. Kabinett Brandt und Ära Schmidt 
Bundesregierung: Ära Kohl 
Deutschland-Politik
Verdrängung
Auswärtige Beziehungen
Krisen in Nahost – Äthiopien
Sport – Fußball – Tennis – Politik 
Technik – Natur – Umwelt – Politik 
Münster/Westfalen
Alle Jahre wieder 
Aus jüngster Zeit
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Einführung
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Der Begriff »Karikatur« ist vom italienischen Wort »caricare«, d. h. übertreiben, überladen, abgeleitet und meint die humorvoll übertreibende, zeichnerische Herausarbeitung menschlicher Charakterzüge, gesellschaftlicher und politischer Verhältnisse. Die Wirkung ist je nach geistiger Haltung oder Standort der Betrachtenden sehr unterschiedlich. Was einerseits erheitert, kann aus anderer Sichtweise furchterregend sein. Was mancherorts amüsiert oder anregt, kann andernorts Bestürzung und Proteste auslösen. Karikaturen fordern stets zu persönlicher Stellungnahme heraus.
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Seit dem Aufkommen auflagenstarker Zeitungen im 19. Jahrhundert gewannen Karikaturen an politischer Bedeutung. Einer der frühen, bedeutenden Karikaturisten war Honore Daumier. Er arbeitete hauptsächlich für die Zeitung »Le Charivari«, die 1832 gegründet wurde, um Karikaturen zu veröffentlichen (vgl. Kat.-Nr. 17-18). Sie wurden ein wichtiges künstlerisch-graphisches Ausdrucksmittel in der politischen Auseinandersetzung und erfuhren durch Daumier ihre klassische Entfaltung. Zeitungen mit Karikaturen erschienen bald auch in den Nachbarländern, so der englische »Punch« seit 1841, in Deutschland 1844 die »Fliegenden Blätter« und der »Kladderadatsch«. 1896 folgte der »Simplicissimus«. Aus dieser Tradition ist auch die Gegenwartskunst der politischen Karikatur erwachsen.
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Zu den markanten deutschen Karikaturisten der Gegenwart gehört sicher Rudolf Schöpper (geb. 1922 in Dortmund). Seit beinahe drei Jahrzehnten sind seine Karikaturen in der westfälischen Presse zu sehen – zunächst hauptsächlich in den »Ruhr-Nachrichten«, der »Westfalen-Post«, dann in den »Westfälischen Nachrichten« und den »Zeno-Zeitungen«, doch ebenso in anderen Zeitungen im Münsterland, in München, Köln, dem Ruhrgebiet, in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Nachdrucke seiner Karikaturen sind in überregionalen, teils internationalen Pressemedien bekannt. Eine der höchsten journalistischen Auszeichnungen, der Theodor-Wolff-Preis, wurde ihm 1968 verliehen. Wegen seiner künstlerischen, journalistischen und kulturpolitischen Leistungen erhielt er 1974 das Bundesverdienstkreuz. Ausstellungen des Deutschen Bundestages, kommunaler Gremien und verschiedener Bildungsträger in der Erwachsenenbildung sowie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (zur Politikwissenschaft) haben sich mit seinem Werk befaßt. Seine humorvollen Zeichnungen sind nicht selten ebenso in Fach- und Schulbüchern abgebildet.
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Der Erfolg des Karikaturisten Schöpper mag erstaunen, da seine künstlerische Ausbildung und Laufbahn eigentlich in eine andere Richtung gewiesen hatten. Nach Krieg und Gefangenschaft hatte er 1949 zunächst an der »Kölner Werk« Wandmalerei studiert, später u. a. bei Gerhard Marcks und Edwin Scharf an der Hamburger Landeskunstschule das Fach Plastik. Anschließend arbeitete er als selbständiger Bildhauer und Graphiker in den Bereichen Bildhauerei, Graphik und Malerei. Zahlreiche Porträtstudien stammen aus dieser Zeit und zeugen von intensiver künstlerischer Auseinandersetzung mit Gestalten der Literaturgeschichte, z. B. biblisch-religiöse Personen, »Don Quichotte« oder »Tartuffe« von Molière. 1955 entschloß sich Schöpper für ein neues berufliches Wirkungsfeld, von dem er sich bessere Aussichten versprach: als freier Mitarbeiter und Illustrator der »Ruhr-Nachrichten« und der »Westfalen-Post« in Dortmund. Die zeichnerische Gestaltung des Feuilletons, Buchillustrationen, Comic-Serien, aber auch graphische, kartographische Arbeiten gehörten zu seinen Aufgaben, die ihm zu mehr und mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung verhalfen. Paul Jamin, der politische Zeichner »Peter Klipp« (Pseudonym) in der Redaktion der beiden Zeitungen, regte damals an, daß sich Schöpper auch der politischen Karikatur widme und sich den journalistischen Anforderungen der Tagesnachrichten stelle. Als Jamin nach Brüssel wechselte, übernahm Schöpper seine Stelle 1962 als Mitglied der Redaktion, zuständig vor allem für die politische Tageskari- 
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katur, die nunmehr der eigentliche Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens wurde. Was seitdem tagaus, tagein unter seinen Händen entstanden ist, stellt heute eine außerordentliche Bildfülle dar — schätzungsweise 6200 Karikaturen.
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Im künstlerischen, journalistischen Gesamtwerk Schöppers bilden die Karikaturen den eigentlichen Schwerpunkt, in dem er nach eigenem Bekunden auch zu sich selbst gefunden hat. Rückblickend bewertet er die Karikatur sogar als Fortführung dessen, was ihm »in die Wiege gelegt« sei und ansatzweise bereits in Kindertagen deutlich wurde. Dies bestätigen frühe, kindliche Bleistiftskizzen und Scherenschnitte zu verschiedenen Erlebnissen des erst 9jährigen, dem offenbar eine ungewöhnliche Auffassungsgabe und ein erstaunlicher Spürsinn für humorvolle Details zugute kamen (vgl. Kat.-Nr. 15 und 16). Nachhaltige Ermutigung und Förderung seiner künstlerisch-zeichnerischen Talente erfuhr der Heranwachsende nicht zuletzt aus seinem Elternhaus. Ihm verdankt er wichtige Impulse, seine Aufmerksamkeit zunächst auf die Mal- und Bildhauerkunst zu richten und sie durch eine solide einschlägige Ausbildung zu entfalten. Auf dieser fachlich geschulten Grundlage entwickelte er später in der Karikatur allmählich seine unverwechselbare Ausdrucksform.
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Durchgängig sind es drei Elemente, derer sich Schöpper bedient (hat) — Strich, Schwarzfläche und Schraffur für wechselnde Grautöne, Mittelwerte u. a. — in der Regel mit Tusche, Stahlfeder, einfachen Filz- oder Bleistiften auf Karton-Papier.
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In der Wahl seiner stilistischen Mittel unterliegt er äußeren Zwängen, die aus der abwechslungsreichen Gestaltung einer Zeitung herrühren. Anders als in Zeiten Daumiers, als noch Text- und Bildseite einer Zeitung gleichwertig nebeneinandergestellt waren, ist die heutige Karikatur zumeist in die Texte integriert, teils sogar ihnen nachgeordnet (vgl. Kat.-Nr. 17-21). Wichtig ist dabei schon das äußere Erscheinungs-»Bild« der Zeitungsseite, in der sich die Karikatur behaupten muß. Im Unterschied zur vielfach variierten, kräftigen Zeichnung Schöppers fällt z. B. H. E. Köhler mit seiner feinen Strichzeichnung besonders deutlich auf. Konnte Köhler noch mit einem »ruhigen« Umfeld rechnen, so sieht sich Schöpper stets in der Konkurrenz sehr verschiedenartiger Gestaltungselemente »seiner« Zeitungsseite. Außer den üblichen Textflächen setzen der großformatige Namenszug der Zeitung, der Fettdruck von Überschriften, der Leitartikel und der Kolumnen, ebenso die Bildflächen (Fotos, Graphik etc.) Maßstäbe, an denen sich auch die Gestaltung seiner Karikatur messen muß.
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Zeitweilig arbeitete Schöpper in den 60er Jahren mit Punkt- und Schraffurfolie (vgl. Kat.-Nr. 32 und 81), die sich aber nach seiner Einschätzung nicht bewährten und so den experimentellen Charakter nicht überschritten. Dominierten anfangs noch einfache, gerade Linien (vgl. Kat.-Nr. 28,80 und 81), so bevorzugte er bald schon Kurven, die sich für die Konzeption der Zeitungskarikatur besser eigneten. Dabei geht er zumeist von bestimmten Grundsituationen aus, d. h. einer Anordnung von Figuren. Deren Verhältnis zueinander wird durch Körperhaltung, Gesichtsausdruck und kurze Textergänzungen in Binnenschriften oder Bildunterschriften überdeutlich in Szene gesetzt. Die Beziehungen und das Verhalten der Dargestellten untereinander sind der eigentliche Bildgehalt. Auswahl und Gestaltung einzelner Teile sind nachgeordnet, z. B. räumliche Andeutungen, Statisten oder die Ausschmückung des Hintergrundes. Die Physiognomie und mancherlei attributive Hinweise erlauben die Identifikation der Haupthandelnden und ihrer politischen Bezüge. Deren Begegnung erscheint in Bleistiftvorskizzen der entstehenden Karikatur (vgl. Kat.-Nr. 22-23) zunächst in mehreren Varianten. Diejenige Skizze, die die höchste Aussagekraft erreicht, wird schließlich ausgewählt und für die Presse-Öffentlichkeit freigegeben.
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Die »Wegesstrecke« — von der ersten Bildidee über die Bleistiftskizzen bis zum Endergebnis der druckfähigen Karikatur — unterliegt nicht selten einem unerbittlichen Termindruck, der durch Redaktionsschluß, unerwartete plötzliche Neuigkeiten u. ä. vorgegeben ist. Schöpper vergleicht sich deshalb gelegentlich mit einem 100-m-Läufer, der stets zu Bestleistungen angehalten ist. Es liegt nahe, daß nicht immer rekordverdächtige Leistungen erbracht werden können. Nach dem selbstauferlegten hohen Anspruch muß er manchmal auch optimale anstatt
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ideale Lösungen hinnehmen. Einige Karikaturen tragen noch die Spuren des Terminablaufs, z. B. den Eingangsstempel der Expreßgutabfertigung. Sie gewährleistete die schnellste Beförderung vom Bahnhof in der Nähe des Entstehungsortes, des Ateliers des Künstlers, zur Zeitungsredaktion – bis zur Einführung kommunikationstechnischer Neuerungen (Telefax u. a.). Diese brachten eine wesentliche zeitliche Verkürzung und Entlastung des bislang aufwendigen Transports und der Organisation. Eile blieb aber auch weiterhin ein ständiges, typisches Gebot für die Erstellung der politischen Tageskarikatur. Dabei verlang(t)en journalistisch-inhaltliche Anforderungen eine doppelte Aufgabenstellung, den tagespolitischen Aktualitäten und den übergreifenden strukturellen Hintergründen der Presse-Nachrichten gleichermaßen gerecht zu werden. Dem weitgespannten, journalistischen Erwartungshorizont entspricht die angemessene, durchweg anspruchsvolle Plazierung in der Zeitung. So sind die Karikaturen von Schöpper in der Regel auf der ersten Zeitungsseite gedruckt, um dort ein zentrales politisches Thema bildhaft zu kommentieren und hervorzuheben.
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Für die Bewältigung der komplexen Aufgabenstellung einer politischen Karikatur inmitten einer Zeitung sind redaktionelle Themenabsprachen ebenso unabdingbar wie die journalistische und künstlerisch-gestalterische Freiheit des Karikaturisten. Innerhalb einer Zeitungsredaktion wird das Ressort »Karikatur« zumeist von nur einer Person betreut und betrifft vorrangig die Politik. Wichtig ist der Spürsinn des Karikaturisten für Fragen, die die Leserschaft wirklich beschäftigen und die jedermann versteht. Sobald ein Thema in der Redaktion vereinbart worden ist, bedarf es der angemessenen Bild-Idee und deren künstlerisch-zeichnerischen Umsetzung. Dazu gilt es, das Thema zu analysieren, zu durchleuchten, hin und her zu wenden, das Wesentliche und das Aktuelle herauszufiltern. Das Ergebnis ist dann in der Bild-Vermittlung mit Witz, Ironie, Satire und Frechheiten anzureichern. Dies bedarf schließlich der angemessenen, qualitätvollen Zeichnung – allem Termindruck zum Trotz. Die Bedeutung einer guten, kraftvollen Zeichnung ist kaum zu überschätzen. Sie kann auch bei einer schwachen Bild-Idee zum Erfolg verhelfen, der letztlich an der Überzeugungskraft einer Karikatur unter der Leserschaft und an den selbstauferlegten journalistischen und künstlerischen Ansprüchen des Karikaturisten zu messen ist.
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Für das Kunst- und Selbstverständnis Schöppers gilt Freiheit außerdem als wichtiges Gestaltungsprinzip. Es entspricht seinem Anliegen, bei aller bissigen Schärfe weder in Bild noch im Text zu beleidigen, zu diffamieren oder gar zu vernichten. Konsequenterweise dürfen Karikaturen laut Schöpper nicht manipulieren oder indoktrinieren. Vielmehr sollen sie einen Beitrag leisten zu Transparenz und Sachlichkeit. Sie bezieht er nicht nur auf die karikierende Darstellung von Personen und Sachverhalten, sondern auch auf die Wirkung unter seinen Adressaten und »Lesern«. Anstatt ihnen eine bestimmte Meinung aufzudrängen, will Schöpper sie zu kritisch-bewußter Reflexion und Eigenaktivität anregen. Für diese Absicht sind die sogenannten »erzählenden« Karikaturen aufschlußreich, die Schöpper auch als »Parabel« bezeichnet, d. h. als eine Erzählung von realen Begebenheiten und Verhältnissen in »Bild«-Darstellungen; zu deren »realer« Deutung und Auswertung sind Zuhörer bzw. Betrachter selbst angehalten, indem sie die Vergleichspunkte des realen Teils und der Bildhälfte ermitteln. So »erzählt« Schöpper z. B. von parteipolitischen Koalitionsproblemen – im Bild: Eheszenen (vgl. Kat.-Nr. 24, 41, 46, 54 und 60), von Regierungserklärungen – im Bild: die Triumphfahrt auf einer Quadriga (vgl. Kat.-Nr. 30), die Warenauslage einer Bäckerei (vgl. Kat.-Nr. 1) oder der Lehrervortrag im Schulunterricht (vgl. Kat.-Nr. 45). In manchen Karikaturen knüpft Schöpper auch an alte klassische Bild-Traditionen an, so z. B. an die populäre Hinterlassenschaft von Wilhelm Busch (1832-1908). Auf ihn beruft sich Schöpper gelegentlich sogar ausdrücklich, ohne ihn freilich einfach zu kopieren.
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Wilhelm Busch widmete sich nach Kunststudien in Düsseldorf, Antwerpen und München glücklos der Genre-Malerei, erlangte aber größere Bedeutung wider Willen durch seine satirischen Zeichnungen. Das Medium der Bilder-Geschichte entwickelte er zu einer wohl unübertroffenen Vollkommenheit. Vor- 
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zugsweise bediente er sich bestimmter Stilmittel —Verkleinerung, ikonographische Freiheit und Offenheit. Auch Busch faßte die Bilder-Geschichten weniger als Kunst denn als »Erzählung« auf und karikierte dabei das kleinbürgerliche Spießertum. Es gibt kaum eine menschliche Schwäche oder Unzulänglichkeit, die nicht von Busch erfaßt worden ist. Einen schier unerschöpflichen Bilderreichtum hat er hinterlassen, dem sich Schöpper heute verbunden fühlt. Die künstlerische, geistige Verbindung zeigt sich in der freien Übertragung mancher Bildmotive oder ganzer Zyklen (vgl. Kat.-Nr. 26, 27 und 43), im Skizzenstil, überhaupt in der kommunikativen, »erzählenden« Verwendung der politischen Karikatur, sicher aber auch in dem geistreichen Witz, der vor sich selbst, d. h. vor dem Künstler, nicht haltmacht. Mehr noch als Busch hat Schöpper seit den 70er Jahren sich selbst in die Karikatur einbezogen und zwar als »Raben« (vgl. Kat.-Nr. 1-7 und 13), um so seine Position als Passant oder Außenstehender zu unterstreichen und seine Distanz zum Dargestellten hervorzuheben. Diese Zurückhaltung unterstützt den gesprächsoffenen, dialogbereiten Charakter seiner Karikaturen, die nicht selten auf einfache zweifelsfreie Aussagen verzichten. Statt dessen bieten sie Anhaltspunkte zu verschiedenen Ansichten und Interpretationen, die Schöppers Wunsch nach einer offenen, freien Diskussion entgegenkommen. Der Erfolg dieser Bemühungen blieb nicht versagt und äußerte sich u. a. in einer lebhaften Resonanz (vgl. Kat.-Nr. 14) — in zahlreichen Leserzuschriften, zugleich in mancher öffentlicher Kontroverse (vgl. Kat.-Nr. 76).
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Dr. Arnold Vogt
 

Weiterführende Literatur: Otto Baur, Der Mensch-Tier-Vergleich und die Mensch-Tier-Karikatur, eine ikonographische Studie zur bildenden Kunst, Köln 1973; Friedrich Bohne (Hg.), Wilhelm Busch, Gesamtausgabe in 4 Bänden mit kritischem Kommentar, Wiesbaden o. J.; Klaus Herding und Günter Otto (Hg.), Nervöse Auffangsorgane des inneren und äußeren Lebens, Karikaturen, Gießen 1980; Werner Hofmann, Die Karikatur von Leonardo bis Picasso, Wien 1956; Pierre Kaufmann, L'Experience emotionelle de l'Espace, Paris 1967; Michel Melot, Die Karikatur. Das Komische in der Kunst, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1975; Theodor-Wolff-Preis 1968, Berlin 1968; Helmut Thielicke, Das Lachen der Heiligen und Narren, Nachdenken über Witz und Humor, Freiburg 1977.
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